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Die Toten Hosen lyrics

Album: Unsterblich [2001]

Tracks18
 01 Enstschuldigung, Es Tut Uns Lied!
 02  Lesbische, Schwarze Behinderte
 03  Warum Werde Ich Nicht Satt??
 04  Wofür Man Lebt
 05  Helden und Diebe
 06 Sonntage Im Zoo
 07 Schöb Sein
 08  Container-Lied
 09  Alles Wie Immer
 10  Unsterblich
 11 Inter-Sex
 12  Call of the Wild
 13  Unser Haus
 14  Regen
 15  König Der Blinden
 16  Bayern
 17 Der Mond, Der Kühlkschrank und Ich
 18  Die Unendlichkeit
all Die Toten Hosen lyrics



Lesbische, Schwarze Behinderte
An allem sind die Männer schuld,
Machos, meistens Weisse.
Sie sind voll verantwortlich
für die ganze Scheisse.
Sie regieren diese Welt
und haben zuviel Macht.
Sie haben unseren Planeten
auf den Hund gebracht.

Gibt es größere Schurken?
Die Antwort lautet: Nein!
Doch auch lesbische, schwarze Behinderte
können ätzend sein.

Ich traf eine bei Obi,
sie fuhr in ihrem Rollstuhl.
Drängelte sich an der Kasse vor
und zahlte dann noch voll cool
mit einem Tausendmarkschein,
doch sie kaufte nur zehn Schrauben.
Sowas würde sich doch ein normaler Deutscher
gar nicht erst erlauben.

Da schimpfte die Kassiererin,
und alle stimmten ein:
auch lesbische, schwarze Behinderte
können ätzend sein.

Draussen auf dem Parkplatz
fuhr sie mich fast um.
Anstatt sich zu entschuldigen,
brüllte sie nur: "Bist Du dumm?!"
"Ich bremse auch für Männer",
das stand auf ihrer Brust.
Da hab' ich so spontan
kein gutes Wort gewusst.

Ich hätte "Fick Dich" rufen sollen,
es fiel mir zu spät ein.
Auch lesbische, schwarze Behinderte
können ätzend sein.

Natürlich bin ich kein Rassist,
vor meinem Kopf ist auch kein Brett
Die meisten lesbischen schwarzen Behinderten
sind alle furchtbar nett.

Doch Ausnahmen wie diese
schliesst die Regel ein.
Auch lesbische schwarze Behinderte
können ätzend sein!back to top
Warum Werde Ich Nicht Satt??
Was für 'ne blöde Frage, ob das wirklich nötig ist.
Ich habe halt zwei Autos, weil mir eins zu wenig ist.
Sie passen beide in meine Garage, für mich ist das Grund genug.
Was soll ich sonst in diese Garage neben meiner Riesen-Villa tun?
Die Geräte für den Swimmingpool liegen schon im Gartenhaus
und die Spielzeugeisenbahn ist im Keller aufgebaut.

Jeden Sonntag zähle ich mein Geld, und es tut mir wirklich gut,
zu wissen wieviel ich wert bin, und ich bin grad hoch im Kurs.
Ich hatte mehr Glück als die meisten, habe immer fett gelebt.
Und wenn ich wirklich etwas wollte, hab' ich's auch gekriegt!

Warum werde ich nicht satt?

Ich bin dankbar für mein Leben, hab vieles mitgenommen.
Aus allen Abenteuern immer heil herausgekommen.
Jede Menge Parties und Drogen sowieso.
Und auch mit den Frauen war meistens etwas los.
Ich habe wirklich tolle Freunde, man kümmert sich sehr nett.
Und auf dem Friedhof ist der beste Platz reserviert für mich.

Warum werde ich nicht satt?

Warum werden wir nicht satt?back to top
Wofür Man Lebt
Ich bin gestern, als ich barfuß war,
auf einer Frage ausgerutscht,
die ich irgendwann mal verloren hab
und die schon länger da gelegen haben muss.

Ich hab solang' nichts mehr von ihr gehört,
ganz vergessen, dass es sie noch gibt.
Sie sagte: "Schön, mal wieder bei dir zu sein."
und begann ein Selbstgespräch.

Dass es kein Vorwärts und kein Rückwärts gibt,
weil es nicht mehr als 'ne Täuschung ist,
warum sich alles nur im Kreis bewegt
und wofür man eigentlich lebt.

Ich hab mich ganz einfach totgestellt,
so getan als wär ich gar nicht da.
Doch sie griff mir blitzschnell an meinen Hals
und drückte mir die Luft fast ab.

Sie müsse leider nochmal woanders hin,
doch sie käm wieder, sagte sie zu mir.
Ich sah sie grinsen, als sie endlich ging,
und konnte ihre letzten Worte hör'n.

Dass es kein Gestern und kein Morgen gibt,
weil's nicht mehr als 'ne Täuschung ist,
warum sich alles nur im Kreis bewegt
und wofür man eigentlich lebt.back to top
Helden und Diebe
Irgendwann in der frühen Steinzeit
haben wir "Wir sind bereit" geschrien.
Wir waren die Jungs von der Opel-Gang
und unser Weg war noch das Ziel.
"Verschwendet Eure Zeit" und "Komm mit uns"
auf diesen Schlachtruf waren wir stolz.
Und keiner von uns hätte je geglaubt,
dass uns wirklich mal jemand folgt.
In all den Jahren hat sich viel geändert,
wir bescheissen uns da nicht selbst.
Unsre Unschuld war nicht das Einzige,
was unterwegs verloren ging.

Die selbsternannten Wahrheitsfinder,
die uns heute auf den Fersen sind,
suchen den Spion in uns,
die Ratte, die das Schiff verlässt.
Zuviel Fernseh-Shows, zuviel Interviews,
viel zu oft verdächtig nett.
Und sie fragen sich, ob das noch Punkrock ist,
oder wie man sowas eigentlich nennt.

Mal sind wir Helden und mal Diebe,
angeklagt wegen Hochverrat
an uns selbst und der Vergangenheit
und dem, was wir mal war'n.

Auf welches Lied sollen wir euch die Treue schwören,
und dass wir noch immer die Alten sind?
Wie oft wollt ihr noch "das Wort zum Sonntag" hören?
Wie lang wollt ihr noch zu uns stehen?
Wann kommt der Tag, an dem ihr ruft:
"Es reicht, wir haben genug!
Wir möchten endlich andere Lieder
und eure Zeit ist um."?

Mal sind wir Helden und mal Diebe,
je nachdem, wie der Wind sich dreht.
Aus welcher Richtung er von morgen kommt,
fragen wir uns nicht.

Wir haben uns um den Verstand gesoffen
und sind irgendwie asozial.
Wir sind höflich und bescheiden,
die netten Jungs von nebenan.
Wir sind Propheten, wir sind Lügner,
mal sind wir falsch und manchmal echt.
Vergesst einfach den ganzen Mist,
den man sich über uns erzählt.

Wir sind Helden, wir sind Diebe,
angeklagt wegen Hochverrat
an einer Idee, die seit Jahren tot ist,
und die man längst beerdigt hat.

Wir sind Helden, wir sind Diebe,
wir nehmen's so wie es grad kommt.
Und wenn ihr an etwas glauben wollt,
glaubt an Euch selbst und nicht an uns.back to top
Container-Lied
Dies ist 'ne Geschichte, die das Leben schrieb,
von einem Penner, der in einen Container stieg.
Es war sehr kalt in dieser Nacht
und zum Schlafen war das kein schlechter Platz.

Es war 'ne Hausfrau, die ihn als Erste sah,
als er schon steif und längst erfroren war.
Auf dem Kopf eine Krone aus Zeitungspapier -
sah wie'n König aus, nur etwas unrasiert.

Später kam er dann als Wolke zurück.
Sah von oben herab und freute sich.
Er erkannte seine Krone aus Zeitungspapier:
ein kleiner Junge trug sie mit sich spazieren.back to top
Alles Wie Immer
Entweder ich änder' mich,
oder ich änder' die Welt,
oder die Welt ändert sich selbst.
Nur das Eine steht fest:
so kann's nicht weitergehen,
dass ich jeden Tag neu feststell:

alles wie immer - es ist alles wie immer.

Wir würden tauschen
und das Ganze wär umgedreht.
Und ich wär du und du wärst ich.
Ich würd dich hassen,
und ich hasste mich selbst dafür,
dass die Perspektive gleich aussäh':

alles wie immer - es ist alles wie immer.

du kannst von hier gehen
so oft du willst,
egal wie lang und wie weit.
Wenn du wiederkommst,
dann wirst du sehen,
alles bleibt immer gleich.

'Ne Wiederholungstaste klemmt in unserm Kopf
und es gibt nur ein Programm:

alles wie immer - es ist alles wie immer.back to top
Unsterblich
Ich will mit dir für immer leben,
wenigstens in dieser einen Nacht.
Lass uns jetzt beide keine Fragen stellen,
weil keine Antwort für uns passt.

Mit dir hab ich dieses Gefühl,
dass wir heut Nacht unsterblich sind.
Egal, was uns jetzt noch geschieht,
ich weiss, dass wir unsterblich sind.

Wir könnten auf 'ner vollen Fahrbahn stehn,
auf einem Dachfirst balancieren.
Unsere Augen wären zu und wir zählten bis zehn,
es würde uns trotzdem nichts passieren.

Denn mit dir hab ich das Gefühl,
dass wir heut Nacht unsterblich sind.
Egal, was uns jetzt noch geschieht,
ich weiss, dass wir unsterblich sind.

Wir haben uns gegenseitig leicht gemacht.
Sitzen auf 'ner Wolke und stürzen nie ab.
Hier geht's uns gut, denn wir sind auf der Flucht,
bis die Sonne uns am Morgen wieder zurückholt.

Ich hab nur mit dir dieses Gefühl,
dass wir heut Nacht unsterblich sind.
Ich weiss, es kann uns nichts geschehen,
weil wir unsterblich sind, unsterblich sind.back to top
Call of the Wild
It's dry, it's dusty, the nights are long and cold.
Your life is like a desert, you're scared of growing old.
You can hear the clock ticking like a hammer on a stone,
remember this - you're not alone, you're not alone, you're not alone.

Come on! Can you hear it?
The call of the wild.
Stand up now and fight back,
wipe off their plastic smiles.

You crawled out of the ocean, your pulse was slow and weak.
Got up on your two legs, put on clothes and learned to speak.
Ended up abandoned in a place that they call "home".
Remember this - you're not alone, you're not alone, you're not alone.

Come on! Can you hear it?
The call of the wild.
Stand up now and fight back,
wipe off their plastic smiles.
Why listen to the losers who still treat you like a child?
Better find another station,
tune in to the call of wild,
the call of wild.

They'll tell you that they love you, like a spider loves a fly.
Promise you you're safe but never look you in the eye.
Manipulated, regulated, crippled and controlled,
remember this - you're not alone, you're not alone, you're not alone.

Come on! Can you hear it?
The call of the wild.
Stand up and fight back
and kill their plastic smiles.
Why listen to the losers who still treat you like a child?
Tune in to the call of the wild,
call of the wild.back to top
Unser Haus
Hab ich zwanzig Jahre lang hier gewohnt,
in diesem stillen Haus,
in dem nur noch meine Mutter lebt
und die Erinnerung verstaubt?
Sechs Kinder haben hier mal getobt,
immer bis mein Vater heimkam.
Und wenn er uns nicht schlug, dann liebte er uns
und dafür waren wir ihm dankbar.

Ich seh das alles noch immer vor mir,
wie in einem Kinofilm.
Als wär es nie mein Leben gewesen,
als ob ich jemand anders bin.

Als Tom Sawyer und als Sherlock Holmes
sind wir hier durch die Gegend gerannt.
Wie oft haben wir uns mit Steinen beworfen
und schlossen Frieden schon am nächsten Tag...
Im Garten heimlich rauchen,
der erste Vollrausch mit acht Jahren
von 'ner halben Dose Altbier an einem Sommernachmittag.

Hier hab ich gelernt zu lügen,
zu streiten und zu intrigieren,
zu vergeben und vergessen,
zu gewinnen und verlieren.
Es gab Enttäuschungen und Tränen,
obwohl ich meistens glücklich war
mit unserm kleinen Vorstadt-Leben
in unserer Nachbarschaft.

In diesem Haus fand ich meinen Vater
tot in seinem Bett.
Mir wurde klar als ich seine Hand hielt,
dass ich nicht auch hier sterben will.back to top
Regen
Ein Riesenmeer von Dächern
in einer Wüste ganz aus Stein,
in der man leben oder sterben kann
und ein bisschen glücklich sein.

All die Straßen, all die Häuser,
all die Treppen und all die Türen,
es hat mich niemals wirklich interessiert,
wo sie eigentlich hinführen.

Ich warte nur auf den Regen,
der die Flüsse überlaufen lässt
und den Müll aus dieser Stadt endlich wegspült.
Der die Falschheit und Intrigen
und die Heuchelei mitnimmt,
die uns jeden Tag nach unten zieht.

Warten auf den Regen,
der den ganzen Dreck wegspritzt,
der in meiner Strasse und meiner Wohnung
und in meiner Seele sitzt.back to top
König Der Blinden
Willkommen in meinem Reich,
seit wann bist du schon hier?
Seit gestern oder heute,
oder ist's schon länger her?
Lass dir von mir die Hausordnung
ganz genau erklären.
Wenn du bleiben und hier leben willst,
musst du dich danach führen.

Du musst lernen, wie man "Danke" sagt
und sich dabei ganz tief bückt,
und wie man Essensreste
von fremden Tellern leckt.
Du musst wissen wie man lächelt,
während man den Boden küsst,
und dass hier Freiheit nicht viel mehr
als ein Wort zum Träumen ist.

Hier spricht der König aller Blinden.
Mach ein letztes Mal die Augen auf:
du stehst hier mitten auf dem Friedhof,
auf dem du mal liegen sollst.

Du brauchst dich nicht zu fürchten,
denn du bist hier nicht allein.
Als Teil der großen Mehrheit,
die Tag für Tag nur schweigt.
Im Heer der Namenlosen,
das nur einen Weg gehen soll.
Du und deine Nachbarn - zusammen seid ihr mein Volk.

(Mein Volk, ihr seid das Volk)

Hier spricht der König aller Blinden,
also werft euch in den Staub
bis ich euch befehle aufzustehen,
wenn ihr für mich tanzen sollt.

Ich bin der König aller Blinden,
kniet euch nieder in den Dreck.
Hört, was ich euch sage,
denn ich bin das Gesetz.
Sperrt Eure Gedanken ein
und werft den Schlüssel weg.
Niemand wird euch etwas fragen
und ihr sollt keine Fragen stellen.
Seid zufrieden mit dem Leben,
das man euch gibt.

Euer Mund ist nicht zum Reden da,
Eure Ohren nicht zum Hören,
Eure Nase soll nichts riechen
und eure Nerven sollen nichts spüren.
Eure Füße sollen nicht gehen,
solange man es nicht befiehlt.
Vergesst nie die Regeln,
die das Regelheft bestimmt.

Ich bin der König aller Blinden.
Glaubt ihr wirklich, ihr selbst könnt sehen?
Kniet euch alle nieder in den Dreck,
bis ich befehle aufzustehen.

Ich bin der König aller Blinden,
also werft euch in den Staub.
Willkommen im goldenen Käfig!
Willkommen in meinem Haus!back to top
Bayern
Bayern
Es gibt nicht viel auf dieser Welt,
woran man sich halten kann.
Manche sagen die Liebe,
vielleicht ist da was dran.
Und es bleibt ja immer noch Gott,
wenn man sonst niemand hat.
Andere glauben an gar nichts,
das Leben hat sie hart gemacht.

Es kann soviel passieren,
es kann soviel geschehen.
Nur eins weiss ich hundertprozentig:
nie im Leben würde ich zu Bayern gehen.

Ich meine, wenn ich 20 wär
und supertalentiert,
und Real Madrid hätte schon angeklopft,
und die Jungs aus Manchester.
Und ich hätt auch schon für Deutschland gespielt
und wär mental topfit
und Uli Hoeneß würde bei mir
auf der Matte stehen.

Ich würde meine Tür nicht öffnen,
weil's für mich nicht in Frage kommt,
sich bei so Leuten wie den Bayern
seinen Charakter zu versauen.

Das wollt ich nur mal klarstellen,
damit wir uns richtig verstehen:
ich habe nichts gegen München,
ich würde nur nie zu den Bayern gehen.

Muss denn sowas wirklich sein?
Ist das Leben nicht viel zu schön?
Sich selber so wegzuschmeissen
und zum FC Bayern zu gehen.

Es kann soviel passieren,
es kann soviel geschehen.
Ganz egal, wie hart mein Schicksal wär,
ich würde nie zum FC Bayern München gehen.

Was für Eltern muss man haben
um so verdorben zu sein,
einen Vertrag zu unterschreiben
bei diesem Scheissverein?

Wir würden nie zum FC Bayern München gehen!
- Niemals zu den Bayern gehen!
Wir würden nie zum FC Bayern München gehen!
- Niemals zu den Bayern gehen!back to top
Die Unendlichkeit
Ich habe die Unendlichkeit gesehn,
sie ist nicht weit von hier.
Sie liegt auf dem Friedhof
und sie ruht sich aus.
Man kann sie atmen hörn.

Sie hat sich unter die Erde gelegt,
bestimmt zwei Meter tief.
Über etwas mehr Licht würde sie sich freuen -
und dass nicht alles hier so ruhig ist.

Ich habe die Unendlichkeit gesehn,
sie ist nicht weit von hier.
Zuerst hab ich sie nicht erkannt,
ihr Aussehen hat mich irritiert.

Ich hätte gedacht, dass sie viel älter ist,
und jeder Ernst hat ihr gefehlt.
Sie ist auch lange nicht so groß
wie man sich's vorstellt.back to top
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