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Eisregen lyrics

Album: Krebskolonie

Tracks10
 01  Vorabend der Schlacht
 02  Nachtgeburt
 03  Scharlachrotes Kleid
 04  Krebskolonie
 05  Fur euch, die ihr lebt
 06  Das kleine Leben
 07  Blass - blaue - Lippen
 08  Abglanz vom Licht
 09  Futter fur die Schweine
 10  Thuringen
all Eisregen lyrics



Vorabend der Schlacht
Die Sonne vergluht am Firmament
Vielleicht das letzte Mal, da? ich dies sehe
Es ist kuhl hier drau?en bei den Eichen
Der Abendwind trocknet meine nasse Haut

Mein Blick wandert uber die Felder
Ein Bild des Friedens zeigt sich mir
Morgen wird unser Blut den Boden tranken
Und viele werden am Abend nicht mehr sein

Mein starrer Blick spiegelt sich im Stahl der Waffe
Die mein Vater mir gab, als er in meinen Armen starb
Damals war ich noch ein Kind
Doch diese Zeit ist so lange schon vorbei

Meine Jugend verlor ich im Krieg
Meine Unschuld vom Blut der Feinde fortgewaschen
Ihre Todesschreie toteten einen Teil von mir
Bis nur noch blieb, was ich jetzt bin...

Und so graut der junge Morgen
Die Feuer vor den Zelten sind langst verloschen
Meine Augen starren in die letzte Glut
Kaum jemand fand Schlaf in dieser Nacht

Behutsam beginne ich mein Pferd zu satteln
Und streichle ein letztes Mal den nackten Stahl
Der bald verkrustet wird vom Blut des Feindes
Nur noch wenige Stunden, dann beginnt das Morden

Ich denke zuruck an die Schlachten, die ich schlug
Jede Narbe an meinem Leib erzahlt ihre Geschichte
Wievielen ich den Tod brachte, wei? ich nicht mehr
Hunderte Gesichter, deren Namen ich nicht kannte
Doch keines davon werd ich je vergessen...

Langst stehen wir in Reih und Glied
Die Schlachtenformation ist eingenommen
Der Feind als blo?er Scherenschnitt am Horizont
Doch jeder Schritt bringt mich ihm naher

Dann endlich klirrt Stahl auf nackten Stahl
Die Welt um mich herum farbt sich scharlachrot
Wie im Wahnsinn kampf ich um mein Leben
Doch irgendwann endet auch dies...

Ein letztes Mal heben sich meine Lider
Mein Leib verheert vom Hieb der Schwerter
Die Sonne entschwindet in blutrotem Licht
Ihren letzten Strahl nehm ich mit hinuber...back to top
Nachtgeburt
Zieh mir die Haut in Streifen vom Leib
Koste vom rohen Fleisch wenn du magst
Beruhre mich ganz tief in mir drinnen
La? mein Blut uber deine Bruste rinnen

Stich mir den Stahl in beide Augen
Denn nur so kannst du das Licht mir rauben
Zerstore ein weitres Stuck von mir
Schneid mich in Stucke, so gefalle ich dir

Leck den Schwei? aus tiefen Wunden
Zerstortes Gewebe wird nie wieder gesunden
Hack mir die Fingerglieder einzeln ab
Zehn kleine Finger, einen fur jeden Tag

Treib mit dem Hammer 1000 Nagel in mich
Das spritzende Blut sei Lohn fur dich
So viele Stunden voller unsaglichem Leid
Mein Korper, er tragt sein Schmerzenskleid

Erlos meine Hande von ihren Taten
La? sie mit den Augen im Feuer braten
Verbrenne dann, was noch ubrig bleibt
In der Glut der Flammen meine Seele schreit

Doch uber Nacht werd ich wiedergeboren
Mein alter Leib ersteht hinter jenseitgen Toren
Und nun, kleine Freundin, seh ich zu was ich kann
Mit mir als Schlachter und dir als Opferlamm

Ich zieh dir die Haut in Streifen vom Leib
Verkoste deinen Schmerz, sei zu allem bereit
Einen schnellen Tod kann ich dir nicht gewahren
Denn erst dein Blut wird meine Folter ehren...back to top
Scharlachrotes Kleid
Leblos liegst du da
Mit dem Geruch von Fleisch im Haar

Leblos ist dein Leib
Nur ein Beweis von Endlichkeit

Verfarbt ist deine Haut
Der Tod hat ihr den Glanz geraubt

Heute war dein letzter Tag
Dein neues Heim ein kaltes Grab

Heute war ein Neubeginn
Mein Leben verliert seinen Sinn

Du warst mein letzter Halt
Ohne dich ist alles leer und kalt

Mit deinem Blut schreib ich ein Gedicht
Verschlie? deine Augen ewiglich

Du warst die Quelle meiner Kraft
Doch eine Kugel hat dich hingerafft

Mein Glauben an die Wirklichkeit
Weicht der schlimmsten Form von Einsamkeit

Und alles, was mir von dir bleibt
Sind Gedanken voller Zartlichkeit

Wenn endlich dann die Nacht anbricht
Komm ich zu dir und hole dich

Trag es fur mich, nur ein einziges Mal
Das scharlachrote Kleid
Trag es fur mich, es schmucket dich
Das scharlachrote Kleid
...auf erstarrtem Fleisch...
Trag es, wurdevoll
Das scharlachrote Kleid
Trag es, bis die Faulnis kommt
Das scharlachrote Kleid
...auf erstarrtem Fleisch...

Der, der dich von mir nahm
Verspruhte sein Blut, klebrigwarm

Sein Leichnam verlor jede Form
Keine Spur von Menschennorm

Den Rest verbrannte ich
Mit einem Lacheln auf dem Gesicht

Dein Bildnis versiegelt mein Herz
Doch Liebe besiegt jeden Schmerz

Wenn denn einst meine Stunde naht
Steig ich mit Wurde in mein Grab...

Und trag es dann fur dich, nur ein einziges Mal
Das scharlachrote Kleid
Ich trag es fur dich, es schmucket mich
Das scharlachrote Kleid
...auf erstarrtem Fleisch...
Trag es, wurdevoll
Das scharlachrote Kleid
Ich trag es, bis die Faulnis kommt
Das scharlachrote Kleid
...auf erstarrtem Fleisch...back to top
Krebskolonie
Ich liebe es wenn der Tag vergeht
In einem letzten Spiel des Abendrots
Wenn der Mond sich uber die Hugel erhebt
Und Dunkelheit die Leichenberge verdeckt

Ich liebe die Wanderung bei Nacht
Wenn der Nebel sich auf die Toten legt
Wenn die Qual ihrer Fratzen das Dunkel tilgt
Und nur der Wind ihren Gestank mit sich tragt

Bei Tag schaffen sie die Toten hinaus
Nach drau?en zu uns in die Krebskolonie
Es sind nicht mehr viele, die sich nicht infizierten
Und taglich schwindet die Zahl der Negativen

Vor drei Jahren hat das Sterben begonnen
Der Virus kam zu uns uber den Ozean
Dann wurden ganze Landstriche entvolkert
Und Krebskolonien die Orte der Kranken genannt

Ich habe die Symptome an mir entdeckt
Ich ging in die Kolonie, bevor sie mich dazu zwangen
Meine einzigen Freunde sind nun die Virustoten
Denn bald werde ich einer von ihnen sein

An vielen Stellen platzt mein Korper entzwei
Durch faulendes Fleisch seh ich die eignen Knochen
Wenigstens nimmt der Virus einem die Schmerzen
Und schaltet dein Gehirn fast ganzlich aus

Gestern zwang mich der Hunger von den Toten zu essen
Der Geschmack war zwar bitter, aber sonst O.K.
Die Augen des Leichnams blickten mich dabei an
Dann fra? ich auch sie, und ihre Anklage verschwand

Ich liebe es, wenn mein Korper vergeht
Denn der Tod ist besser als ein Leben hier
Voller Inbrunst sehn ich mich nach jener Stunde
Wenn der Mond sich uber meiner Leiche erhebt
Und Dunkelheit den Verstand mit sich tragt...

Mein Hirn zersetzt sich
Bestandig mit jeder Stunde
Doch mein Leben klammert sich an mich
La?t mich nicht frei

Metastasen verbeulen meinen Leib
Ein schmieriges Grau lauft aus meinem Auge
Der Gestank schreit himmelweit
Wenn ich an den Wunden sauge...

Krebs macht frei
Alles verliert seinen Sinn
Doch bevor ich sterbe
Nehm ich noch manchen mit
Kraft durch Krebs
Mein Korper tut kaum mehr seinen Dienst
Kraft durch Krebs
Ich bin der wandelnde Tod

Ich schlachte eine der Wachen
Am Rande der Krebskolonie
Jetzt hab ich all die Waffen
Und betrete im Fieberwahn die Stadt
Die Kugeln finden ihr Ziel
Und Dutzende fallen in den Staub

Sie wissen nicht warum sie sterben
Der Asphalt farbt sich scharlachrot
Der sanfte Abendwind
Tragt den Hall der Kugelsalven fort

Meine Munition droht zu versiegen
Noch drei weitre Negative sterben
Dann ist nur noch eine Kugel im Lauf
Ich heb sie fur mich auf

Krebs macht frei
Ich nehm es fur mich als gegeben
Jetzt ist die Zeit gekommen
Um zu beenden mein Leben
Kraft durch Krebs
Mein Korper kann kaum mehr aufrecht stehen
Krebs macht frei
Und die Kugel rei?t den Schadel entzwei...back to top
Fur euch, die ihr lebt
Meine Art erscheint euch sonderbar
Euch, die ihr lebt...
Die ihr das Licht des Tages seht
Und euch bei Nacht verkriecht

Vor eurer Zeit war ich schon hier
So lange schon davor
Und wenn ihr langst im Grabe liegt
Werde ich noch immer sein

Wenn Maden euer Fleisch gefressen
Seh ich noch aus wie je zuvor
Niemals wurd ich mit euch tauschen
Mit euch, die ihr am Leben seid

Ihr haltet euch an Religionen
Und glaubt an diesen Judensohn
Ich rei?e euch aus euren Betten
Ihr schenkt mir euer armes Leben
Und wi?t doch nichts davon...

Krone der Schopfung nennt ihr euch selbst
Und kennt nicht mal die alte Wahrheit
Die wandert durch das Mutterland
Bei Nacht bin ich allein der Herrscher
Und eure Welt versinkt im Blut...

Mein Fleisch ist kalt und ohne Leben
Niemals wurdet ihr an mich glauben
Meine Nichtexistenz macht mich so stark
Und mein Bi? wird manche lehren
Was es hei?t, Beute zu sein

So viele Kriege habt ihr schon gefuhrt
Und uberall war ich dabei
Vietnam, Irak und Jugoslawien
Uberall dort machte ich Station

Wo ihr euch selbst im Wahnsinn schlachtet
Setzt niemand sich zur Gegenwehr
Wenn ich im Grauen nicht beachtet
Was doch nur euer Blut begehrt...

Und so werd' ich weiter reisen
So viel Tod, der kommen wird
Auf eines kann man sich verlassen:
Da? ihr den nachsten Kreuzzug fuhrt
Dafur dank ich euch von ganzem Herzen
Ehre dem, wenn sie gebuhrt...back to top
Das kleine Leben
Mein Blick ist getrubt
So nah bei den Flammen, da? ich kaum mehr etwas erkenne
Vor den Toren der Stadt gellen Schreie durch die Nacht
So grell, so schmerzerfullt, da? der Wind sie tragt
Bis hierher, wo meine Seele gefriert...

Das Dunkel erfullt von starrer Bewegung
Fackeln, brennendes Pech zerrei?t den Schleier der Nacht
Das Klappern der Leichenkarren kommt naher und naher
Vermummte Gestalten sammeln ein, was der Tod ihnen bringt

Der wei?e Schnee als Kontrast zu verkrampften Gliedern
Reinheit wie Seide, darauf geronnenes Blut
Zerplatzte Haut, Fetzen von Korpern
Blicklose Augen in gefrorenen Hohlen
Anklagend, flehend, ohne Spur von Leben

Drau?en vor den Toren brennen Leichenfeuer
Geschundene Korper im letzten Geleit
Manche von ihnen sind nicht ganz vergangen
Doch die Flammen beenden, was die Pest begann...

Sie bewachen die Stadt mit finsterer Mine
Wer hinein will, verliert sein Leben durch den Lanzenstich
Einzig die Totensammler haben freies Geleit
Was sie nach drau?en bringen, fallt der Glut anheim
Der Tod schleicht unaufhaltsam durch die Stra?en der Stadt
Noch reichlich Futter vorhanden, das zu holen er hat

Kein Unterschied der Stande zu erkennen in den leblosen Fratzen
Im Sterben vereint sind sie alle sich gleich
Ob reicher Lehnsherr, ob armselger Bauer
Die Pest ist nicht wahlerisch, wen sie zu sich nimmt
Die Plage weilt unter uns allen
Und keine Hoffnung mehr, die die Seele befreit

Gehetzt voller Furcht untersuch ich meinen Leib
Bald tausend Male, den ganzen Tag
Noch keine Anzeichen des schwarzen Grauens
Nur eine Frage der Zeit, bis der Tod sich zeigt...

Meine Familie ist bereits von mir gegangen
Vor wenigen Tagen, als der Schnitter sie rief
Die Leichen brannten mit den anderen
Die Asche im Wind ist, was von ihnen blieb...

Gott weilt nicht langer unter uns Menschen
Hier zeigt sich, wo seine Macht versiegt
Einzig Sterben und Grauen und Furcht
Sind die neuen Herren, deren Macht ungebrochen und stark

Ich will nicht langer verweilen
Hier drinnen, wo Gram die Mauern durchdringt
Ich mu? nach drau?en, in die flirrende Kalte
Die Schreie der Sterbenden Begleiter auf meinem Weg

Frost brennt in rotgeranderten Augen
Ein kalter Hauch, der in den Haaren spielt
Die Schritte unsicher, weil kein Weg sich mir zeigt
Und dennoch, unbeirrt nahere ich mich den Wallen der Stadt

Ein Pestkarren begegnet mir, verwaist und verlassen
Tote stapeln sich weit in die Nachtluft empor
Der Fahrer im Schnee ohne ein Zeichen von Leben
Ein weitres Opfer nur, kein Grund um langer zu verweilen

Wie unter Zwang verlasse ich den Ort
Die Schatten nutzend, vor den Blicken der Wachter verborgen
Einzig Spuren im Schnee bezeugen meine Gegenwart
Ein stummer Ruf hat meiner sich bemachtigt
Und nichts kann mich halten ihm Folge zu leisten

Langst liegt die Stadt weit hinter mir
Eiseskalte erfullt mich bis ins Mark
Doch mein Weg fuhrt weiter hinaus in die Nacht
der Ruf leitet mich sicher bis an mein Ziel

Dann steht sie vor mir - in verblichenem Leinen
Die Haut blau erfroren - wie abgestorben
Ihre Schonheit jedoch kann dies nicht mindern
Nur die Beulen leuchten im fahlen Licht

Unverkennbar - sie ist ein Kind der Seuche
Doch genugend Leben - in ihr um mich zu versuchen
Ihr sundiger Leib eine einzige Verhei?ung
Der ich nicht langer widerstehen kann

Sie kommt naher, ihre Lippen finden meine
Wie im Wahnsinn erwider ich diesen Ku
Dann sinken wir nieder auf den frostigen Boden
Unsre Korper verschmelzen ein einziges Mal

Als wir uns trennen ist ihr Leben beendet
Starr ist ihr Korper wie der Boden unter ihr
Ihre Lippen verzerrt zu wissendem Lacheln
Denn nun ist es an mir, die Pest zu verbreiten
Nun bin ich ihr Bote und ein Teil von ihr...
So lang bis es endet, mein kleines Leben...back to top
Blass - blaue - Lippen
Nicht ein einziger Laut dringt uber deine Lippen
Kein Atemzug mehr hebt deine Brust
Das Leuchten der Augen verwassert im Zwielicht
Die Blasse der Haut uberirdisch rein

Ich kusse dich ein weitres Mal
So weit entfernt vom Leben
so nahe an der Ewigkeit
Ich koste deinen kalten Leib
Der vergehen wird, bis nichts mehr bleibt
Beruhre deine Lippen mit den meinen
Diese Lippen, die der Tod versiegelt halt
Die niemals mehr meinen Namen nennen
In denen das Blut langst fehlt

Du liegst vor mir auf einem Bett aus schwarzen Rosen
Die Wunden an dir sind langst vernaht
Nur noch Reste verunzieren den herrlichen Leib
Sie bleiben als Narben fur die Ewigkeit...

Drau?en vor der Tur ist der Tag gewichen
Was stort es mich, so lang ich bei dir bin
Ich hab dich zuruckgeholt aus kalter Erde
Und bei mir wirst du sein, bis dein Leib zerfallt

Und ich lege mich neben dich
Um deine Kalte zu spuren
Ganz nah bei dir und doch so weit entfernt
Ein zarter Hauch von Moder reizt meine Nase
Der Zerfall setzt ein, bis nichts mehr von dir bleibt
Au?er Asche, die der Nachtwind mit sich tragt...

Und ich kusse dich ein weitres Mal
Bittres Leichenwasser netzt meine Haut
Und ich koste deinen faulenden Leib...
Nur die blassblauen Lippen
In den Ruinen deines Engelsgesichts
Diese Lippen, die der Tod versiegelt halt
Die niemals mehr meinen Namen nennen
In denen das Leben langst fehlt...

Jetzt sind die Gifte langst tief in mir
Dein gasender Leib, er totet auch mich
Ich bin so schwach, kann mich kaum mehr ruhren
Bald werden wir wieder zusammen sein...

Schenk mir den Tod, ich hab ihn verdient...back to top
Abglanz vom Licht
Wenn der helle Tag sich in deinen Augen bricht
Doch sein Schein beruhrt dich nicht
Ich seh die Schatten auf deinem Gesicht
1000 Narben in den Zugen eingegraben
Als Abglanz vom Licht...

Da war niemand mehr, der zu dir spricht
Sie sind alle schon fort
Wohin sie gingen, wei?t du nicht
Nur ihr Fleisch blieb zuruck
Ihr Blut in deinen Augen trubt die Sicht
Wie ein Abglanz vom Licht
Und ein weitrer Teil von dir zerbricht...

Doch manchmal ist da eine Stimme
Die aus dem Dunkel zu dir spricht
Du kennst ihren sanften Klang
Doch ihren Namen kennst du nicht

Du verstehst kaum, was sie dir sagt
Und irgendwann verstummt sie ganz
Das Schemen verschwand im Lichterglanz
Von deinen Handen tropft das dunkle - Rot...
Und du bleibst allein zuruck mit dem - Tod...

Von dem, was du tatest
Wendest du ab das Gesicht
Niemand soll dich so sehen
Hier, im Abglanz vom Licht...back to top
Futter fur die Schweine
Der stechende Geruch von Ammoniak schwangert die Luft
Gepaart mit den Ausdunstungen der Schweine
Ihre hungrigen Schreie durchschneiden die Stille
Heut Nacht werden wir ein neues Futter bereiten

Der machtige Stahltrichter der Futtermuhle
Silbriges Mondlicht spiegelt sich in blankem Chrom...
Und alles im Inneren wird kleingehackt
Zu Futter fur die Schweine

Heut Nacht werden wir ein neues Rezept probieren
Zutaten dafur hab ich am Bahnhof mir besorgt
Zwei willige Nutten kann man schnell uberzeugen
Sie wu?ten ja nicht, welches Schicksal ihnen bluht
Doch Chloroform wirkt rasch und unkompliziert

Ich drucke den Schalter und das Mahlwerk beginnt zu laufen
Das kalte metallische Gerausch zweier Stahlrotoren...

Im Sack neben mir steckt eine der Huren
Der Kleidung entledigt, zum Schlachten bereit...

Mit ihr auf der Schulter steig ich die Leiter empor
Ein Blick in den Trichter ist Vorfreude pur
Mit den Fu?en zuerst rutscht sie tief hinab
Und dann beginnt ihr letzter Tanz...

Die Rotoren beginnen ihren Korper zu zertrennen
Der wahnsinnige Schmerz fuhrt ihr Bewu?tsein zuruck
Kalter Chrom bricht ihre Schreie zur Kakaphonie
Dann verstummt das Fleisch...

Nur das Mahlwerk tut weiterhin seine Pflicht
Schaumendes Blut spritzt in mein Gesicht als feine Gischt
Langst sind die Rotoren beim Oberkorper angelangt
Im Fleisch- und Knochenbrei zittert der nackte Leib
Bis nur noch nahrhaftes Fressen ubrigbleibt...

So erfullt ihr Leben noch einen guten Zweck
Als Futter fur die Schweine
Wenigstens ihr toter Leib hat seinen Wert
Als Futter fur die Schweine
Eine Hure noch ist ubrig in dieser Nacht
Als Futter fur die Schweine
Das Schmatzen der Tiere am nachsten Morgen
Klingt zutiefst befriedigt ob des neuen Hausrezepts...

Futter fur die Schweine...back to top
Thuringen
Wenn ich nachts nach Zielen forsche
Und durch deine Walder streife
Find ich Frieden fur mein Herz
An Orten, wo kaum Menschen wandeln

Thuringen ist nur der Name
Fur eine ganz besondre Schlacht
Die ich jeden Tag aufs Neue fuhre
Mal siegreich, oft auch unterlegen

Das "T" steht fur die Treue, die ich mir selber schuldig bin
"H" steht fur die Heimat, die du fur mich bist
"U" fur Uberlebenswille, jeder Tag ein neuer Krieg
"R" steht fur die Rache, and denen, die im Wege sind
"I" steht fur Intellekt, Dumpfheit fur die breite Masse
"N" steht fur Natur, mein Born an Kraft und Starke
"G" steht fur den Glauben, an mich und an mein Leben
"E" steht fur Eisregen, die gro?te Macht im Staat
und "N" steht fur die Nacht, die unsre Wunden heilt

Es ist das Leben selbst die gro?te Schlacht
Und viele sind langst ausgeschieden
Der Staat sucht standig neue Wege
Um dir die Freiheit zu beschneiden

Was bleibt dir noch an Idealen?
Was ist ubrig von der Rebellion der Jugend?
Nur du selbst, und dafur lohnt es sich zu leben
Denn Feigheit uberlasse denen
Die in der Idiotie der Masse untergehen....back to top
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