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Lunar Aurora lyrics

Album: Seelenfeuer [1998]

Tracks6
 01  Seelenfeuer
 02  Mein Schattenbruder
 03  Augen Aus Nichts
 04  Schwarzer Seelenspiegel
 05  Kerker Aus Zeit
 06  Der Geist Des Grausamen
all Lunar Aurora lyrics



Seelenfeuer
Wanderer im Wald der Geister
Wanderer im Grab der Zeit
Träumend in des Mondes Schleier
Er nun erblickt das Seelenfeuerback to top
Mein Schattenbruder
Oh Du mein Schattenbruder !
Blut tropft von alten Schwertern,
rinnt über Helm und Mantel,
tropft auf Hände und Gesicht.
Von Deiner Hand in meine Hand,
Von Deinen Flügeln auf meine.
Oft schon und oftmals wieder
sehnt sich mein Geist nach Fleisch und Blut.

Oh Du mein Schattenbruder !
Bläßlich grinst Du mich an,
Dein fauler Atem ist Vergänglichkeit.
Noch umklammert Deine Macht
die Finsternis der Zeit.
Seite an Seite,
aber vereint zu einer Hand am Schwert.

Oh Du mein Schattenbruder !
Ich ahne Deinen (meinen) Tod
weit hinter Ich und Zeit.
Noch liegen unsere Reiche
schlafend unter Eis und Mondlicht.
Bruder, nimm meine Hand
und wir durchschreiten das nächste Tor.
Dann werde ich Eins sein (...wirst Du eins
sein)back to top
Augen Aus Nichts
Die Hände der Nacht berühren die Saat des Seins,
Hände, die segnen, mit Schmerz.

Brenne ! Seele, brenne im Feuer der Einsamkeit !
Und die Flammen werden das Siechtum aus
Menschenfleisch
in Asche legen, ewiglich...

Grabesblüten öffnen sich im Herzen, vom stummen
Schrei
erweckt, das Verlangen der Seele nach
Ihresgleichen.

Dornen zerreißen die Adern, die Vergänglichkeit
weicht.
Unzählige Namen im Fleisch geschrieben,
verblassen so bedeutungslos.

Auf Grabesblüten tropft das Seelenblut,
im Schmerz des Sterbens fällt der Schleier,
der das Antlitz barg, vor Lebenlichtern,
im Schatten des Seins.

Aus tiefen Augen blickt das Nichts,
grausam thronend in der Ewigkeit.
Das Ende von Liebe und Fröhlichkeit,
das Ende von Leid und Traurigkeit.

So kalt, das Gefühl erfriert im Hauch des Todes,
als hätte es niemals existiert.
Grabesblüten erfüllen das Sein mit Eisespracht.

Sphären ohne Namen in Duft von verbranntem
Fleisch.
Schwarze Seele, sinke aus dem Siechtum aus
Menschenfleisch !

Augen aus Nichts, Augen der Ewigkeit,
Totentanz, durch das letzte Tor der Zeit...back to top
Schwarzer Seelenspiegel
Ein stummes Antlitz
im schwarzen Spiegel eines Sees,
in dessen endlosen Tiefen alle Schreie
längst verhallten.
Die Fesseln der Zeit sind schon vor langem
wie Wachs dahingeschmolzen,
doch noch liegt ein Geist gebunden in den
Tiefen
seines feuchten Grabes.

Ein Sargdeckel aus gefrorenen Tränen
verschloß den Traum in alle Ewigkeit.
Ein Traum eines Paradieses;
ein Traum so lichterfüllt.

Der See der Sterne.
Der Schein, die Augen astraler
Unendlichkeit.
Hier ist der Tod machtlos,
doch existiert hier auch kein Leben,
denn jede Seele an den Ufern des schwarzen
Seelenspiegels
wird mitgerissen von der nächsten Woge,
um in den Tiefen des Alls zu ertrinken.
Jede Welle ist eine sterbende Äone
tausende wertlose Existenzen auslöschend.

Ein Schattenreich zermahlener Knochen,
Wo der Mond eine Grimasse trägt,
leichenblass und doch so wunderschön.
Hüter des Schlüssels zu dem Tor,
das noch ungeöffnet weilt und doch
steht das Reich dahinter am Ende jeden
Lebens.
Dort wird eine einsame Seele wandern.
Rastlos...suchend.......träumend.......
im Silberschein des Totenmondes....

Gefühle bilden dunkle Wolken
und wie Regen fallen Tränen
auf einen schwarzen Spiegel
wo ein stummes Antlitz verläuft.back to top
Kerker Aus Zeit
Wächter der Zeit, im Blut eurer Wunden erblüht
meine Seele.
Todessehnsucht, die einst das Bild der Sterne
schrieb,
nährte sich von Eurer Kraft, um Euch nun für immer
zu beenden.
Von Schwielen gezeichnet war meine Seele,
Schwielen, die Eurer Hände Male trug,
doch zur Nacht geworden sind sie Euer Ende.
In der Umarmung schwarzer Pracht seid Ihr Opfer
Eures Seins,
weil Euer Niedergang mit Euch geboren ward.
Euer Rad steht still und wird sich bald schon, wie
ihr selbst, im
Spiegel der Verwesung wiederfinden.
Wächter der Zeit, Äonen hallte Euer Hohn in diesem
Kerker,
doch jetzt wird er im Tode schweigen, wenn dieser
ihn zu Grabe trägt.

Kerker aus Zeit, Krone aus Leid.

Von seiner einstigen Mächtigkeit blieb nur ein
blasser Traum, ausgesaugt vom Verlangen meiner
Seele, das alle Größe in sich sog.
Eine Erinnerung hat keine Zukunft, denn Gedanken,
die sie tragen könnten, gibt es nicht.
Kerker aus Zeit, das Bersten Deiner Mauern ist mein
Totenlied,
das mit dem Hohn im Nichts verklingt.
In den Trümmern sehe ich,
Deinem Wesen niemals wieder Untertan zu sein.
Aus Deinen Fängen sinke ich in den Dunst von
astralem Tod, der an Deinen Festen nagte, ein Leben
lang...
Ich werde dorthin gehen, wohin Du niemals gehen
wirst, denn dies war nie Dein Reich und wird es
niemals sein.
Entsponnen ist das Netz des Schicksals, welches die
Verblendung wob, um mich wieder und wieder in Deine
Mauern zu werfen.
Kerker aus Zeit, wie sehr sehnte meine Seele sich
nach diesem Augenblick, das Herz des Lebens
verbluten zu sehen.

Kerker aus Zeit, dem Tod geweiht.

Dies ist das Ende der Welt, meiner Welt,
durchdrungen,
versunken in astralem Tod, mich hat es nie
gegeben....back to top
Der Geist Des Grausamen
In die Seelennacht entschwunden.
Vergessen, verloren in den Nebeln hinter der
Sterblichkeit.
Und doch mehr als tausend Gesichter berührt;
unbemerkt,
nie gesehen von den Augen der Sterblichkeit.
Oft gefühlt und nie erreicht,
ungreifbar für die Hände der Sterblichkeit.
Verhüllt im Kleid der Nacht auf Geisterwegen.
Ins Grab geleitet mehr als tausend Leben
und jeden Tropfen Blut erfüllt, der von des
Alten Sense tropfte.
Geist in des Mondes zweitem Gesicht,
Namenlose Orte fangen Deinen Atem in dieser
Welt.
Totengesänge hallen endlos durch die Zeit
und doch ist Dein Atem dort für mich nur
Fleisch und Blut.
Wie lange werden wir noch auf getrennten Wegen
reisen ?
Wie lange wirst Du noch jenseits von
Lebenstoren wandeln von Ewigkeit zu Ewigkeit ?
Und doch fühlen wir schon längst die Nähe eines
schwarzen Traums.
Ein schwarzer Traum, die Grabinschrift des
Lebens.
Zu Wasser wird er werden und in die Nebel
fließen,
wo das zweite Gesicht des Mondes wandelt.
Und niemals wiederkehren
Blut wird weiter tropfen,
Totengesänge hallen in der Zeit,
Ewigkeiten werden sterben in schwarzer
Herrlichkeit,
denn selbst die Zeit
kann nicht für immer trennen,
was bestimmt war, eins zu sein.
Kein Herz wird jemals wieder schlagen,
denn das zweite Gesicht des Mondes wird das
meine sein...
...und die Seelennacht wird nie zu Ende
gehen...back to top
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